Sollten wir uns von Empathie befreien? | Offene Ideen | ARTE
8.6K views · Jun 18, 2026 · Entertainment
Comments · 48
@foamheart · 3 months ago
"Der Appell ans Mitgefühl als moralischem Kompass entspricht der neoliberalen Abwälzung von Verantwortung auf das Individuum." Wichtiger Satz. Diese neoliberale Abwälzung der Verantwortung gibt es übrigens auch beim Umweltschutz. Da wird dann - analog zum Mitgefühl - an das Konsumverhalten des Einzelnen appelliert.
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@EinfachValle91 · 3 months ago
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=-NN3vowhdEE&t=1083">18:03</a> Ist es nicht schrecklich, dass es so viel Leid auf der Welt gibt, dass Menschen, die mitfühlen ausbrennen?<br>Natürlich sollte man sich das bewusst machen, um möglichst handlungsfähig zu bleiben, aber letztendlich ist das Mitgefühl an der Stelle doch nicht das Problem, sondern dass es zu viel gibt, das Leid erzeugt.<br>Wenn an dem Punkt nicht Menschen, die kein Mitgefühl haben, sondern politische Systeme zu den Schuldigen/Verantwortlichen erklärt werden, sehe ich das Problem mit dem Mitgefühl nicht.<br>Nichtsdestotrotz ein guter Beitrag! Danke, dass ihr dem Thema eine Bühne gebt. <3
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@fluxkompensator2k · 3 months ago
Nicht zu viel Gefühl, sondern zu wenig Kompetenz mit Gefühlen umzugehen <br><br><a href="https://www.youtube.com/hashtag/easypeasylemonsqueezy">#easypeasylemonsqueezy</a>
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@bellarina-t5e · 3 months ago
Sehr spannend! Find ich sehr gelungen, wie hier Philosophie, Geschichte und naturwissenschaftliche Erkenntnisse verknüpft werden. Auf einer persönlichen Ebene sind die Erkenntnisse auch durchaus konfrontierend und regen zum Nachdenken an :) Das mag ich immer an euch. Danke ARTE!
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@monikadeinbeck4760 · 3 months ago
Erst einmal fängt sie an zu reden ohne zwischen emotionaler und kognitiver Empathie zu unterscheiden. Emotionale Empathie ist ein Reflex. Wenn ich sehe wie sich jemand den Fuss stösst zucke ich zusammen. Kognitive Empathie ist eine Entscheidung, ich versetze mich bewusst in die Position eines Blauwals, der durch all den Schiffslärm keine Artgenossen mehr finden kann. <br>Die Einschränkungen von denen sie spricht beziehen sich auf emotionale Empathie, und auch Memes im Internet versuchen uns oft durch emotionale Empathie zu beeinflussen. Längerfristige Entscheidungen treffen wir aber fast immer auf Basis kognitiver Empathie, und die können wir auf alles richten. Ob es gelingt, sich in ein anderes Wesen zu versetzen hängt natürlich davon ab wie ähnlich es uns ist. Aber da es Menschen gelingt, Empathie für Oktopusse zu empfinden sollte es uns mit Menschen jeglicher Art leicht fallen. <br><br>Um das nochmal hervorzuheben, Empathie ist imho die grundlegende Motivation und Voraussetzung sozialer Organisation.
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@feldnotiz · 3 months ago (edited)
Guter Beitrag! Nur halte ich es, wie eingangs ein paar Mal gesagt, für zu pauschal, die Grenze des Mitgefühls entlang ethnischer Linien zu ziehen. Entscheidend ist, wen wir zur „In-Gruppe" zählen. Mit Freunden aus außereuropäischen Ländern habe ich oft mehr Mitgefühl als mit den meisten „ethnischen" Deutschen oder Europäern die ich nicht kenne. Und was in meiner Heimatstadt passiert, trifft mich stärker als dasselbe in Berlin oder München. Ausschlaggebend ist Nähe, nicht Abstammung. Hinzu kommt, dass „Ethnie" für Europa ohnehin eine unscharfe Kategorie ist und damit ein schlechter Maßstab dafür, wo Mitgefühl endet. Ich denke allerdings auch, dass rassische Merkmale für viele Menschen eine wichtige Rolle spielen.
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@mg3355 · 3 months ago
Was eine wirklich zumindest sehr unglückliche Fragestellung. Nur mal so, ohne Empathie wären wir nur Maschinen. Die richtige Frage lautet eher, wie viel ist Gesund und hilft auf dem Weg zu einer besseren Menschheit.
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@DasLamm68 · 3 months ago
Wolfgang Schmidbauers "Die hilflosen Helfer" ist bis heute der ultimative Leitfaden für das "Helfersyndrom".
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@Steyreon · 3 months ago
Helfen kann auch ein Egotrip sein, dann hat es nichts mit Empathie zu tun. Ich helfe dir, aber du schuldest mir Liebe und Anerkennung dafür - toxisch.
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@OrangeSunnSet · 3 months ago (edited)
Dass es solche Videothemen überhaupt gibt, ist Symptom unserer Egomanen-Psychopathen-Gesellschaft, die immer mehr den Geisteszustand von Elon Musk annimmt. Oder ja, von Hitler.
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@FUMA-ONE · 3 months ago
<3
@ceha9517 · 3 months ago
Empathie. Auf keinen Fall weniger. Aber in der Diskussion mehr Ratio und weniger Emotio. Dayls wäre mal schön. Mehr denken, weniger fühlen.
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