Haben wir früher mehr geschuftet? | Stimmt es, dass...? | ARTE
930K views · Jun 29, 2025 · Film & Animation
Comments · 1.7K
@ARTEde · 1 year ago (edited) · pinned
Wenn euch dieses Thema interessiert, schaut doch mal am 02.09.25 um 19 Uhr bei unserem ARTE Saloon Live Talk hier auf YouTube vorbei: <a href="https://youtube.com/live/qo4iTL2JfGs?feature=share">https://youtube.com/live/qo4iTL2JfGs?feature=share</a>. Da diskutieren wir live zusammen mit Experten und Expertinnen, wie viel Arbeit wir wirklich brauchen, damit es uns gut geht.
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@ttr6979 · 1 year ago
Merkt euch eins: das Hamsterrad sieht von innen aus wie eine Leiter
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@Buschpilot0815 · 1 year ago
Ein interessanter Beitrag.<br>Was mir aber bei jeder Diskussion über die Arbeitszeit fehlt, ist die Arbeitsdichte. Es wird immer nur über die Zeit, aber nicht über den Inhalt diskutiert. Seit 20 Jahren hat sich meine Arbeitszeit (38,5 Stunden/Woche) nicht verändert. Aber das, was ich in dieser Zeit schaffen muss, hat sich verdoppelt. <br>Es wäre doch sehr interessant, auch mal darüber einen Bericht zumachen.
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@volkerke5315 · 1 year ago
Ich habe 48 Jahre gearbeitet. Früher war die Arbeit nicht so hektisch, die Leute nicht so angespannt und genervt. Mein Vater arbeitete in einer Fabrik, meine Mutter war zu Hause und hat für die Familie gearbeitet. Sie hatten wenig Geld, dennoch konnten sie sich ein kleines Häuschen bauen. Heute müssen beide arbeiten und ein Haus ist für viele unbezahlbar
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@juliag7361 · 1 year ago
Vor drei Jahren kam mein Sohn in die Kita und ich stand vor der Frage: 40h + Auto oder 35h + Fahrrad (der Leasing-Vertrag des Autos lief aus). Ich hab alles durchgerechnet und festgestellt, dass es sich absolut nicht lohnt 40h zu arbeiten. Netto ist es das gleiche, Rentenbeiträge vernachlässige ich. Dank 2 Tagen Homeoffice fällt dann zweimal die Pendelzeit weg. Und ehrlich gesagt, tut es mir als Alleinerziehende gut 3 Mal die Woche insgesamt 1,5h Fahrrad zu fahren und die Gedanken schweifen zu lassen, anstatt im Büro vorm PC zu hocken.<br>Dieses ganze Gefasel von "mehr Bock auf Arbeit", "weniger Work-Life-Balance", "mehr Wohlstand" ist so verlogen. Der größte Teil des Wohlstandes kommt nicht unten an! <br>Ich bin auf die gleiche marode Schule gegangen, auf die mein Vater schon als Kind gegangen ist. Mein Sohn wird auf eine andere marode Schule ohne Klimatisierung gehen. Zudem kommt jetzt die Ganztags-Aufbewahrung ohne padagogisch wertvolles Konzept. Wo ist also der versprochene Wohlstand?<br>Wenn ich es mir leisten könnte würde ich auf 20h runter gehen und dann Gesangs- und Klavierunterricht nehmen, sowie regelmäßig ins Fitnessstudio gehen. Aber ich bin im Hamsterrad aus Arbeiten + Kind betreuen gefangen. Der Babsitter kostet mehr als ich pro Stunde verdiene.
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@jq2945 · 1 year ago
Der letzte Satz ist super wichtig: "Wenn wir uns nicht mehr über Arbeit oder Konsum definieren, wen werden wir dann sehen, wenn wir in den Spiegel schauen?". Ich glaube, auch deshalb wollen viele nicht am System rütteln - weil so die großen Fragen der eigenen Existenz schon weit vor der Rente beängstigend nah kommen könnten.
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@matthiasconzelmann8069 · 11 months ago
Es auf den Konsum zu schieben, wenn gleichzeitig Lebensmittel und Wohnraum 73% der Ausgaben ausmachen, ist einfach laecherlich und realitaetsfern
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@saslux9213 · 1 year ago
Als Kind wurde dir gesagt, du sollst ja fleißig in der Schule sein, dann wird mal was aus dir. Also warst du fleißig. 9 - 13 Jahre lang. Lerntest Dinge die du zu 80% im späteren Leben nicht mehr brauchst, nur damit andere dir sagten, wie Schlau du bist, oder eben nicht. Du fängst eine Ausbildung an, oder gehst studieren. Der Start ins Berufsleben. Du arbeitest 40, 50, teilweise 60 Stunden und mehr. Von Montag bis Freitag. Samstag erledigst du das, was du in der Woche nicht schaffst. Sonntag musst du dich ausruhen. Außer du entscheidest dich dazu, eine Familie zu Gründen, dann ist das mit dem Ruhesonntag auch hin.<br><br>Willkommen im Kreislauf deines Lebens. Monat für Monat, Jahr für Jahr. Wenn du Geld übrig hast, fliegst du mal in Urlaub. Mallorca. Karibik. Türkei. Andere Sagen, es ist schön dort. Das weißt du natürlich nicht. Selbst zu denken, hast du verlernt. Brauchst du bei der Arbeit ja nicht. Ebenso wie dich selbst zu beschäftigen. Wie fängt man ein Hobby an? Weiß nicht, erstmal TV an, heute ist Sonntag, morgen ist wieder Arbeit. Überlege ich mir nächstes Wochenende. Und der Urlaub? Ach egal, du hättest dich eh nicht richtig entspannen können. Zu viel zu tun, zu viele Termine, zu viel was noch unerledigt ist. Statt Urlaub, könntest du dir auch eine tolle Uhr kaufen, die du 4-5 mal im Jahr trägst. Oder schicke Kleidung, welche nach dem 6. mal waschen anfängt, an Farbe zu verlieren. Wenigstens steht ein cooler Markenname drauf.<br><br>Und ehe du dich versiehst, fällst du tot um. Idealerweise kurz vor der Rente. Die hätte ja eh nicht gereicht. Gestern noch hast du auf dein Leben zurückgeschaut. Wofür habe ich gearbeitet? Wie war das nochmal mit dem Hobby? Die Karibik war garnicht so toll. Egal, darüber denkst du morgen nochmal nach. Wenigstens war der Chef zufrieden. Aber wer war das noch gleich? Und wer warst du eigentlich?<br><br>Willkommen im Kapitalismus, mein Freund.
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@jojox1904 · 1 year ago
Ich arbeite gerade für ein paar Monate nur 2 Tage die Woche und hab relativ viel Freizeit. Mir fällt aber immer mehr auf, wie sehr man durch Schule & Arbeit verlernt, sich selber sinnvoll zu beschäftigen, und am Ende des Tages fühle ich mich für alles schuldig oder nicht erfüllt von Dingen die mich eigentlich erfüllen sollten (kreativ sein, Musik machen, mit Freunden Zeit verbringen), weil ich immer den Druck spüre, ich müsste mehr für meine Karriere tun und einfach prinzipiell mehr arbeiten - obwohl das eigentlich voll gegen meine Werte spricht. Das ist so so schade, man ist so beschäftigt damit zu arbeiten und sich wieder von arbeit zu erholen dass man wenn man nicht gezwungen wird irgendwas zu tun, einfach gar nicht mehr weiß was alles so möglich ist :(
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@rusope1050 · 1 year ago
früher mehr geschuftet aber weniger gearbeitet. :) definitiv was uns heute ja am meisten zerstört ist der druck und der stress, und die isolation des einzelnen.
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@Gravuun · 1 year ago
Ich habe nichts gegen Arbeit, solange ich danach das Gefühl haben kann, auch tatsächlich etwas bewegt zu haben. Heutzutage sind viele Arbeiten lieder endlos, über-bürokratisiert, nicht intuitiv und fühlen sich nutzlos an
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@drekivisku2933 · 1 year ago
Wie von Arte gewohnt, eine hervorragende Doku, die zum Nachdenken anregt. Am Ende hätte ich mir lediglich noch einen stärkeren Fokus auf das Verhältnis zwischen Produktivitätsanstieg und Anstieg der Vermögensungleichheit gewünscht, welches wir statistisch in den westlichen Ländern seit den 80er Jahren beobachten können, sodass die finanziellen Unter- & Mittelschichten immer weniger an der Steigerung von Produktivität und BIP partizipieren, was zu einer immer größeren Vermögensungleichheit führt, die wiederum gefährliche Folgen für soziale & politische Strukturen hat. Wer weiß, wie viel jeder einzelne heute arbeiten (im Sinne von gezwungener, nicht lebenserfüllender Lohnarbeit) würde, wenn wir gleichmäßiger von den Früchten der gestiegenen Produktivität partizipieren würden.
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