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Förderschulen in Deutschland: Das Gegenteil von Inklusion | Die Anstalt

220K views · Jan 22, 2023 · Comedy

Comments · 526

  • @christinaschluter390 · 3 years ago

    Mein Sohn (Autist, therapieresistente Epilepsieform, Herzfehler und noch ein paar andere Besonderheiten aufgrund eines Gendefekts) besucht eine Förderschule für Körperbehinderte in Sachsen Anhalt. Dort wird er in einer sehr kleinen Kasse zusammen mit 6 anderen Kindern nach dem Rahmenrichtlinien der Sekundarschule in der 6. Klasse unterrichtet und wird dort wahrscheinlich Im Sommer 2027 seinen Sekundarschulabschluss (10.Klasse) machen. Ich bin sehr froh, dass er diese Möglichkeit hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er in einer Regelschule diese Möglichkeit bekommen würde.<br>Es gibt also auch Förderschulen, an denen ganz normale Abschlüsse erreicht werden können. Es kommt einfach darauf an, welchen Schwerpunkt diese Förderschule hat

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  • @Jonas-rf8pn · 3 years ago

    Ich war früher 1-.4. auf einer normalen Schule, trotzt Hörschädigung. Kam danach auf eine Hörbehinderten Schule, da gingen die Noten von 4/5 ab nach 2/3. Hab Einen Realschulabschluss mit 2 gemacht. Also ich bin sehr zufrieden gewesen.

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  • @DonPromillo_99 · 3 years ago (edited)

    Ich glaube das Kernproblem besteht nicht darin, dass es Förderschulen gibt, sondern wer dort hingeschickt wird.<br>Meine Mutter ist Förderschullehrerin und die meisten ihrer Schüler haben im Nachhinein noch einen Haupt-, einige noch einen Realschulabschluss gemacht, was Ihnen vermutlich auf einem Regelschulweg verwehrt geblieben wäre, da sie vor allem erst einmal lernen mussten wie sie autark lernen und arbeiten können. Da oft Unterstützung aus dem Elternhaus garnicht vorhanden war (entweder aus bildungstechnischen Gründen oder auch aus einem Mangel an Interesse für die Bildung des eigenen Kindes) war ein Weg über die Förderschule mit Schwerpunkt Lernen ein sinnvolle Maßnahme.<br>Allerdings habe ich auch viele Beispiele von Menschen gesehen, bei denen es garnicht notwendig gewesen wäre, diese auf eine Förderschule zu schicken (gerade Autisten werden häufig unsinnigerweise auf eine Förderschule geschickt). Meistens waren die Lehrer an den Regelschulen mit der Präsenz dieser Menschen in ihrem Unterricht so überfordert, das man irgendwie versucht hat, sich dieser Schüler unter irgendwelchen Vorwänden und Fehldiagnosen zu entledigen.<br>Mein Fazit wäre hier: Schafft die Förderschulen nicht ab, sondern verbessert die Diagnose, was ein Kind am Lernerfolg hindert und versucht diesen Missstand individuell zu beheben. Schult die Lehrer an Regelschulen besser mit schwierigeren Schülern umgehen zu können.<br>Individuelle Förderung ist der Weg zum Erfolg und nicht alle Schüler lassen sich vollumfänglich in einem regulären Schulumfeld individuell fördern.<br>Alle, bei denen eine Förderung auf Regelschulen möglich und zielführend ist, sollen diese bekommen, aber auch jene, bei denen das nicht möglich ist, sollen eine Chance kriegen.

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  • @wolfie-v7j · 3 years ago

    Ich war von der 1. bis zur 9. Klasse auf einer Förderschule, habe nie in meinem Leben eine Grundschule besucht, konnte danach aufgrund meiner guten Noten meinen Hauptschulabschluss nachholen können ( im Rahmen eines besonderen Schulprojekt in Zusammenarbeit mit der Uni Trier von meinem örtlichen Schulzentrum ) und hab danach meine mittlere Reife über ne Berufsfachschule (Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung) gemacht. Für meine Bildung war das ganze sowohl gut als auch schlecht, hab viele Sachen im Unterricht nicht gehabt die andere Kinder sehr wohl im Unterricht hatten. Förderschulen verhindern eine Sache übrigens meiner Erfahrung nach überhaupt nicht: nämlich Mobbing, es findet dort sogar eigentlich noch mehr Mobbing statt als auf normalen Schulen.

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  • @christianbullenda5596 · 3 years ago

    Einen schönen guten Tag. Monitor diese Woche, die Anstalt jetzt: Förderschulen sind das letzte. Schön, dass alle Beteiligten alle Schulformen von innen kennen. Schön, dass alle Beteiligten mit Schülern aller Schulformen gesprochen haben. Ich selbst bin Sonderpädagoge und arbeite mit der Hälfte meiner Stunden an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung, hälftig mit Schülern mit sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf Lernen (ehem. Lernbehinderte, Sonderschüler, Förderschüler…) an einem Gymnasium. Ich kann dabei nicht feststellen, dass die Schüler im „inklusiven“ Setting (ist es nicht, da eine zieldifferente Förderung am Gymnasium am gleichen Lerngegenstand in der Praxis kaum durchführbar ist) besser gefördert, in ihrer Persönlichkeit oder in ihrer Selbstständigkeit weitergebracht werden als es an einer Förderschule geschehen würde. Viele SchülerInnen an Förderschulen haben bereits Erfahrungen &nbsp;in der Inklusion gemacht. Zumindest in der Grundschule, häufig auch darüber hinaus. Die SchülerInnen, die ich kennen gelernt habe, waren zumeist sehr froh, jetzt an einer Förderschule zu sein. Denn es hat durchaus auch Vorteile, wenn man Freunde auf seinem Niveau findet, mit denen man über die gleichen Witze lachen kann. Selbstverständlich halte ich die Inklusion von zielgleichen SchülerInnen (sind kognitiv auf dem gleichen Niveau) mit motorischen, emotionalen oder sensorischen Einschränkungen für einen tollen Erfolg der letzten Jahrzehnte. Aber für viele kognitiv eingeschränkte SchülerInnen ist der Besuch einer Förderschule, wo sie neben den Kulturtechniken (lesen, schreiben, rechnen) auch lebenspraktische Inhalte (einkaufen, kochen, an- ausziehen, werken…) angeboten bekommen, für extrem sinnvoll. Eine Wahl der Schulform besteht für Eltern und SchülerInnen nur solange, wie es beide Formen, Regel- und Förderschule gibt. Daher erwarte ich von klein Kritikern, sich zunächst mit den Bedürfnissen und Wünschen der betroffenen SchülerInnen auseinanderzusetzen und dann zu urteilen. Herzlichen Dank

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  • @pia-marlenwilms3894 · 3 years ago

    Ein Klassenkamerad und auch ein anderer bekannter von mir waren auf einer Förderschule für Gehörgeschädigte. Beide sind sehr froh darüber gewesen sie Möglichkeit gehabt zu haben in kleineren Klassen zu lernen die in Regelschulen nicht zu realisieren gewesen wären. Die beiden WOLLTEN nicht auf eine Regelschule weil sie da untergegangen wären und nicht das bekommen hätten wass sie gebraucht. Hätten. &nbsp;Beide sind jetzt erfolgreich bei dem was sie tun.. &nbsp;<br><br>Pauschalisieren. Finde. Ich scheiße

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  • @christhepiff · 3 years ago

    Ich find beim Thema Förderschule wäre der Claus als Scheuer auch nochmal ein guter Gast gewesen 🤔

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  • @timo8257 · 3 years ago

    Ich war ab dem Kindergarten bis zur 12. auf Förderschule, und bin froh darüber. Die Edith-Stein-Schule in Hochheim am Main beispielsweise verfolgt das Konzept der Umgekehrten Inklusion in der in jeder Klasse noch 2-3 Schüler von &quot;außerhalb&quot; dabei waren. Alle haben meines Erachtens nach profitiert.

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  • @Jinkazama886 · 3 years ago

    Ich kam generell von einer Förderschule, habe aber, dann meinen Hauptschulabschluss in einer Volkshochschule, wo man privat Schulen und Unterricht bezahlt teilgenommen. Habe dann grade noch so knapp den Abschluss bestanden. Am Ende hatten die Firmen und Betriebe mich nicht einstellen wollen. Nicht nur wegen der Qualifikation, sondern auch Arbeitgeber schauen auch ob du dich gut einstellst in der Arbeit. In Sachen Inklusion gibt&apos;s nichts mehr. Am Ende kam ich in einer behinderten Werkstatt, was ich dann später auch da abgebrochen habe. Politiker müssen sich um die Schwächen der Leute kümmern. Die Menschen die gar nicht einstellen wollen, die müssen doch trotzdem eine Chance haben auf einen normalen Arbeitsplatz. Die wollen keinen integrieren auf dem Arbeitsmarkt. Förderschulen sind generell junge Menschen mit lernbehinderung. Nicht jeder Mensch schafft es mit einen Förderschulabschluss sich weiter zu bilden. Manche haben oft schwer mit dem Lernen umzugehen. Grade bei Thematik Arbeitsmarkt mit Förderschüler wollen die Firmen auch nicht haben

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  • @leonpope3180 · 5 months ago

    Ich war von der 5. bis zur 9. Klasse auf einer Förderschule wegen Verhaltensauffälligkeiten, und was soll ich sagen: Der Unterrichtsstoff war unterirdisch. Der Mathematikunterricht war bis zur 9. Klasse Grundschulniveau, Englisch hat man nur mit Bildern gearbeitet, und der Rest der Fächer war ebenfalls alles Grundschulniveau bis zur 9. Klasse. Wenn man die 9. Klasse fertig hat, erhält man einen Förderschulabschluss, mit dem man überhaupt nichts anfangen kann. Ich habe dann auf einer Gesamtschule meinen Hauptschulabschluss gemacht und danach eine Ausbildung zum Pflegehelfer begonnen, aber nicht abgeschlossen, weil es leider nichts für mich war. Ich habe dann auf einer Berufsfachschule meine Mittlere Reife nachgeholt und mache jetzt ab August 2026 eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann. Dieser Weg war verdammt schwierig und steinig, nicht vom Unterrichtsstoff her, sondern von der Stigmatisierung und den Vorurteilen. Aber ich habe es irgendwie geschafft, und ich will, dass Inklusion endlich mal richtig eingesetzt wird. Es braucht keine Förderschulen, es braucht endlich mal Inklusion.

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  • @Joshi-666 · 3 years ago

    Ich war die ersten 3 Jahre in einer Förderschule... völlig zu unrecht, daher bin ich auch ab der 3en Klasse auf eine normale schule gewechselt... nebenbei Klassenbester im Abschluss...<br>Das alles nur weil ich nach dem Kindergarten mit 6 Jahren noch keine Sinn dafür hatte genau dann das zu machen was mir ein Lehrer gesagt hat, sondern stattdessen einfach weiter das gemacht hab was mich iterressiert hat. Z.B Lehrer sagt: jetzt singen wir zusammen. Ich: male weiter an meinem Bild. Lehrer: das kind ist für sein Alter zurückgeblieben und muss auf eine Förderschule.<br>Das waren die schlimmsten Jahre meiner Kindheit... und meine Eltern bitten mich heute (nach 20Jahren) immernoch um Vergebung, dass sie auf vermeintlich professionelle Meinungen gehorcht haben. Das kann einen Menschen das Leben komplett verbauen...<br>Ich hatte Glück... sitz heute im Meisterkurs Fachrichtung Metall, aber um ein Haar wäre ich evtl. auch in einer Behindertenwerkstätte gelandet.

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  • @dorisjansen · 3 years ago

    Ich war in einer Förderschulklasse mit Schwerpunkt Sprachförderung. Für mich persönlich war das sicherlich das richtige. Ich muss hierbei aber betonen, dass diese Förderung sich klar von Sonderschulen distanzierte. Wir waren an einer ganz normalen Schule und haben fast ganz normalen Unterricht gehabt. Hinzu kam aber die extra Sprachförderung. Außerdem war das Ganze auf zwei Schuljahre beschränkt, im Laufe des zweiten Schuljahres wurden wir in die normale Grundschule (vor Ort) integriert, im dritten Schuljahr dort voll unterrichtet. Leider gab es an der „normalen“ Schule keine weitere Förderung – man hat mal schnell Legasthenie durchattestiert und damit war meine Sprachleistung egal und weitere Förderung nicht notwendig.

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