Gentle Parenting & Co: Machen Eltern heute alles FALSCH?
670K views · Oct 17, 2025 · Science & Technology
Comments · 1.4K
@Quarks · 11 months ago · pinned
Danke euch allen für die angeregte, super interessante Diskussion, für eure Impulse — und dass ihr so viel teilt! 🤩
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@Chris-d9w6u · 11 months ago
Viele verwechseln Bedürfnisorientiert mit wunschorientiert.
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@FilipHrvatska94 · 11 months ago
Ich habe mal in einem Buch gelesen<br>"Ich muss meinem Kind alles geben was es braucht und nicht was es will"<br>Das ist mir bis heute im Kopf geblieben
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@wissenschutztpferde5092 · 11 months ago
Bedürfnisorientiert heisst Bedürfnisse von Kind UND Eltern. Es heisst verständliche Konsequenzen und nicht, dass man die Kinder nicht erzieht! 🤦♀️
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@Mini-so5ol · 11 months ago
Ich arbeite selbst in der Erziehungshilfe und bin selbst Mutter. Für mich funktioniert das Konzept der liebevollen Strenge am besten. Man kann den Kindern nicht genug Liebe geben, jedoch ist es wirklich wichtig Grenzen zu setzen und diese auch überwiegend einzuhalten. Und es tut den Kindern auch mal gut, wenn sie nicht ständig im Fokus sind. Man muss auch nicht jedes Gefühl ausschlachten.
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@davidschafer2520 · 11 months ago
Mal abgesehen vom toll erklärten Inhalt: es macht euch so viel authentischer und charmanter, dass ihr euch bei dem Thema persönlich nicht rausnehmt und auch Lacher drin lasst. Super, gerne mehr davon!
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@7loreley · 11 months ago
Den größten Hack den es für Eltern gibt, ist mit sich selbst und seinen eigenen Kindheitstraumata im Reinen zu sein, BEVOR man Kinder bekommt.
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@Toska-444 · 9 months ago
Ich ,94 Jahrgang habe Vernachlässigung, Kälte und autoritäre Erziehung erfahren. Hasts mir geschaded? Ja, absolut. Mit 31 habe ich es, durch jahrelanger intensiver innerer Arbeit geschafft, wieder zu mir selbst zu finden und nun, mein Leben frei und mit Perspektive zu gestalten. Meine Schwester litt/leidet noch immer, doch sie ist Mutter geworden und erzieht im BO und GP stil. Und das, macht sie richtig toll! Ich bin sehr Stolz, dass sie den Kreislauf auf diese Art durchbricht und ich stehe ihr immer zur Seite, wenn blöde und missbilligende Kommentare von der Familie kommen.
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@fralou_sind_kreativ · 11 months ago
Ich bin Elementarpädagogin und Erziehungswissenschaftlerin und der autoritative Erziehungsstil ist der, mit dem man grundsätzlich am besten fährt. Je nachdem, in welcher Entwicklungsphase sich das Kind befindet sind manchmal mehr und manchmal weniger Regeln notwendig. Wichtig aber ist: Liebevoll aber klar gesetzte Grenzen geben Kindern Halt, Sicherheit und Orientierung. Keine Grenzen zu setzen bedeutet oft, den Kindern auch emotionalen Halt zu entziehen, wodurch es oft zu Verhaltensauffälligkeiten kommt. Ich kannte Kinder, die aus Mangel an Grenzen ihre Eltern geschlagen haben. Stattdessen wird, indem Glauben das Kind respektvoll zu behandeln, ewig diskutiert, was das Kind nur überfordert. Also, klare, liebevolle Grenzen (manchmal enger stecken, manchmal weniger eng) und wenn überhaupt kurze Erklärungen. Es ist nun mal einfach so, dass Kinder Kinder sind und keine Weitsicht haben und Konsequenzen nicht einschätzen können. Deshalb treffen Eltern als Erwachsene die Entscheidung. Den Kindern zu viel Wahl und Entscheidungsfreiraum zu lassen ist unfair und eine komplette Überforderung. <br><br>Übrigens werden klare Grenzen (Halt, Sicherheit, Orientierung, Antizipation) umso wichtiger, wenn es um Kinder geht, die neurodivergent sind z.B. Trisomie 21, Autismus.Spektrum, ADHS. <br><br>Ein Tipp für Eltern ist auch, wie mit Aussagen zu unerwünschtem Verhalten umgegangen wird. Grundsätzlich ist positive Verstärkung IMMER besser und wichtig. Das heißt aber eben auch, zu loben, wenn Dinge gut laufen und nicht nur zu meckern, wenn etwas nicht läuft. Das benötigt viel Aufmerksamkeit von Eltern, die viele nicht haben. Zu Aussagen selber. Viele Eltern und auch Pädagog:innen sagen dem Kind, was es NICHT tun soll. Beispielsweise: "Nein, du sollst das nicht runterschmeißen", oder "Du darfst nicht weglaufen". Stattdessen hilft es dem Kind zu sagen WAS es tun kann/soll bzw. welches Verhalten erwünscht ist. Nämlich, "Das Essen bleibt auf dem Teller", "Du bleibst bei mir, wenn wir über die Straße gehen", "Wir gehen lieb miteinander um". <br>Alles in allem finde ich, dass die Erziehung von Kindern und auch der gesellschaftliche Umgang zwischen Menschen an sich viel zu defizitär geprägt ist und wir uns unbedingt mehr auf die Ressourcen konzentrieren sollten. <br><br>Ein weiterer Punkt, der viel zu wenig angesprochen wird ist die INTERMITIERENDE VERSTÄRKUNG. Wenn Eltern scheinbar Grenzen setzen, diese dann aber doch nicht einhalten, lernen die Kinder, dass sie nur lange genug schreien müssen, bis sie am Ende doch bekommen, was sie wollen. Das fängt meist im ganz kleinen an, wird aber schnell größer. So quengelt ein Kind vielleicht erst fünf Minuten, bis die Eltern nachgeben, dass kann sich dann aber Wochen oder Monate später langsam steigern und auf eine Stunde oder mehr Geschrei ausdehnen. In dieser Hinsicht konditionieren viele Eltern ihre Kinder ungewollt auf ein negatives Verhalten und verstärken dieses Verhalten dadurch, dass sie immer wieder nachgeben und die selbst gesetzten Grenzen nicht einhalten. GROSSES THEMA!!! Ich sehe das so oft. Und das tragische ist, dass es Eltern UND Kinder extrem stresst!! <br><br>Alles in allem finde ich, sind viele Eltern extrem unsicher, was die Erziehung ihrer Kinder betrifft.
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@melaniestreubel3508 · 11 months ago (edited)
Wichtig finde ich beim Erziehen aber auch, dass Eltern authentisch mit ihren Gefühlen sind. Man kann einem Kind nicht sachlich erklären, wie traurig oder wütend man gerade ist, ohne das Gefühl auch zu zeigen. Das erlebe ich im Alltag immer mal wieder.
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@auringonsäde12 · 11 months ago (edited)
Ich arbeite in einer Kita und das nicht erst seit gestern.<br>Die Fähigkeiten der Kinder haben sich tatsächlich verändert, immer mehr Kinder sind nicht fähig, sich in eine Gruppe einzuleben, sondern setzen ihre eigenen Bedürfnisse in den Mittelpunkt, ohne das Gegenüber wahrzunehmen. Da ist es für die Fachkräfte schwierig ihrem Bildungsauftrag adäquat nachzukommen, wenn es schon an einfachen Verhaltensweisen wie Abwarten, sich Abwechseln, etc. fehlt. Diese dann im Kindergartenalter ohne die Mitwirkung der Eltern zu entwickeln, ist schier unmöglich bei 25 Kindern in einer Regelgruppe.<br>Und das dann noch in Zeiten vom Fachkräfte-Mangel zu stemmen, der die Erzieher*innen besonders hart trifft, lässt immer mehr Mitarbeitende verzweifeln.<br>Deshalb ein Appell an Eltern, liebevoll und gleichzeitig konsequent zu sein. Ihre Kinder brauchen Maßstäbe und Werte, an denen sie sich orientieren können.
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@gregonline6506 · 11 months ago
Bei mir als Psychotherapeut sitzen oft Eltern kleiner Kinder. Monate- oft jahrelanger Schlafentzug, Verlust der Privatsphäre, Überarbeitung, Überforderung, all das zehrt an den Nerven, am Immunsystem, am Selbstbild. Alles für die Kinder, letztlich der Verlust der Partnerschaft, wie sie bis dahin erlebt wurde. "Du bist nicht mehr du seit..." Mit den Kindern wollen wir alles anders machen, als unsere Eltern es mit uns gemacht haben. Klar, wollte ich auch. Hab ich auch. War´s besser? Hoffentlich. Ich wusste aber damals vorallem, was ich NICHT machen wollte. Heute sind wir zum Glück offensichtlich schlauer. Wir trauen uns Nähe und Wärme zuzulassen, zu geben. Trauen wir uns auch zu sagen, wie es uns dabei geht? Ab wann kann ich meinem Kind zumuten zu verstehen, dass ich jetzt müde bin und nicht mehr kann? Wie kaputt muss ich sein, um das meinem Kind sagen (zumuten) zu dürfen. Darf ich meine Grenzen auch im Vorfeld ankündigen, Klartext reden? Stimmt es, was Bandura damals mit seinem Modelllernen behauptet hat, nämlich, dass Kinder von den Großen vor allem lernen, wie die mit Schwierigkeiten umgehen? Dann wäre mein kluger (klarer, offener) Umgang mit meinen eigenen Grenzen ein guter Weg meinen Kindern ihren Weg in eine ausreichende Resilienz zu ebnen. Ohne, dass die Resilienz dazu führt, dass wir am Ende inakzeptable Lebensumstände so perfekt "wegdrücken", dass wir selber gar nicht mehr merken, wie sehr wir jenseits unserer Möglichkeiten leben. Probleme benennen, lösen, kurz erklären, weiter. Umstände so einrichten, dass sie erstmal für mich tragbar sind. Jeder steht für sich, gemeinsam finden wir einen Weg. Und ja, unsere Kinder werden es wieder ein bisschen besser machen als wir. So funktioniert Evolution.
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