Was wir beim PV-Selbstbau immer wieder sehen!
48K views · Jan 31, 2026 · Howto & Style
Comments · 95
@Noxoreos · 6 months ago (edited)
Beim Thema "nicht jedes Solarmodul ist mit jedem Wechselrichter kombinierbar" würde ich nur teilweise zustimmen - heutzutage trifft das bei weitem nicht mehr so zu, wie früher. Wenn man sehr viel Fläche hat und möglichst viele Module anschließen kann und möchte, dann würde ich immer die 40V Module mit hoher Stromstärke wählen und dabei ist es egal welcher (moderne) Wechselrichter es ist. Mit 50V Modulen kommt man deutlich schneller an die maximale Stringspannung heran. Der Grund ist folgender:<br><br>Die Stromstärken der Module zum Wechselrichter kann man in der Planung durchaus meistens vernachlässigen, solange man die Mindestspannung des Wechselrichters erreicht. Module mit hoher Stromstärke liefern i.d.R. dafür geringere Spannungen. Das kann man zu seinem Vorteil nutzen, um mehr Module pro String anzuschließen. Die Stromstärke, die ein Wechselrichter als Maximum angibt, darf man einfach überschreiten und es wird nichts kaputt gehen. Wichtig ist tatsächlich <b>NUR</b> die Spannung der Module, bzw. Strings, das diese auf gar keinen Fall überschritten werden darf. Der einzige Nachteil bei zu viel Stromstärke ist, dass man u.U. einfach nur Leistung bei voller Sonneneinstrahlung liegen lässt.<br>Nur weil ein Modul eine hohe Stromstärke liefern kann, heißt es nicht, dass es das auch tut, denn die Spannung ist durch das Modul, bzw. den String begrenzt und der Widerstand wird vom Gesamtsystem festgelegt (Modul, Kabel, Wechselrichter, zwischengeschaltete Geräte, Umgebungstemperatur, etc.). Somit muss sich die Stromstärke den anderen beiden Faktoren fügen (gemäß U = R * I). Der Wechselrichter steuert seinen internen Widerstand im erlaubten Spannungsbereich und kann alleine wegen seines Innenwiderstands niemals wegen zu hoher Stromstärke kaputt gehen (außer wenn man die maximale Spannung überschreitet und damit der Gesamtwiderstand sinkt oder wenn der Innenwiderstand aufgrund eines Defekts im WR sinkt - der Defekt hat dann aber eine andere Ursache).<br>Man darf z.B. Akkus am DC-PV-Eingang des Wechselrichters anstelle von Modulen betreiben (man muss nur die Mindest- und Maximalspannung beachten) und so ein 15kWh LifePo4 Akku könnte über 1000A liefern wenn der Widerstand gering genug ist, tut er aber nicht, weil der Widerstand primär durch den WR festgelegt wird.<br><br>Ich würde also nur dann auf Module mit hoher Spannung setzen, wenn man wenige Module verbaut und die Stringspannung des WRs nicht überschritten werden kann und alle Module im String sind (je nach Anzahl der MPPTs).<br><br>Wenn man aber eine große Anlage baut, dann kann es ganz besonders von Vorteil sein die Stromstärken zu überschreiten, weil der Wechselrichter dann auch bei schlechteren Lichtverhältnissen noch gute Leistung von den Modulen bekommt (weil sie für geringere Spannungen ausgelegt sind).<br>Baut man eine Off-Grid-Anlage ist dieser Faktor ganz besonders wichtig, da man bei gutem Licht sowieso zu viel Strom erzeugt. Bei schlechterem Licht hingegen bricht die Leistung der Anlage nicht ganz so schnell ein, weil man mehr Module pro String verbauen kann.<br><br>Ich nutze deswegen generell lieber 40V/15A Module und davon dann so viele, wie auf die Flächen passen, da die Module aktuell super günstig sind (45-60€). Wenn man auf diese Weise nun mehr Module an einem einzigen String betreiben kann, dann wird zusätzlich die Nutzbarkeit des Wechselrichters maximiert und damit besonders auf Herbst/Winter/Frühling optimiert. Es bringt mehr, wenn man in diesen Monaten weniger zukaufen muss, als stattdessen im Sommer mehr zu exportieren.<br><br>Auf diese Weise kann man theoretisch "unendlich viel Modulleistung" sogar an einem einzigen 800W Wechselrichter anschließen (was mit der neuen Regelung von 03.2026 problemlos registriert und dem Netzbetreiber ohne Fachbetrieb und ohne Abnahme gemeldet werden kann). "Unendlich" ist zwar nicht das sinnvollste was man machen kann aber ich will damit sagen dass man beliebig viele Module parallel an einem Wechselrichter betreiben kann, wie man will, solange die Mindestspannung eingehalten wird.<br><br>Hier eine Beispiel zum besseren Verständnis: Wenn man einen Verbraucher hat, der Batterien benötigt. Und wenn die Batterie fast leer ist, dann reicht das dem Verbraucher nicht und er kann nicht funktionieren (weil die Spannung zu gering ist). Schalte ich 100 Batterien mit je 1% Ladung parallel an (gleicher Ladestand vorausgesetzt), liefert jede Batterie ein wenig Strom und wird damit zu einer einzigen Batterie mit 100% Ladung. Gemeinsam reicht es für den Verbraucher. Sind die 100 Batterien aber alle voll, macht es dem Verbraucher auch nichts aus, er nutzt nur das was er braucht aber kann dafür 100x so lange laufen.<br>Ähnlich läuft es mit Modulen und der Stromstärke: Schalte ich viele Module parallel, dann kann der Wechselrichter betrieben werden, wenn weniger Sonne da ist. Ist viel Sonne da, nimmt der Wechselrichter nur das, was er braucht (bis zu seiner Max-I Angabe). Bei diesem Beispiel ist der Unterschied nur, dass der Wechselrichter nicht länger laufen kann, da die Module keinen Überschuss für später speichern können. Es wird einfach gar kein Überschuss produziert, weil der Strom direkt verbraucht werden muss aber nicht kann.
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@DemoniZer · 3 weeks ago
Mensch du klingst wie ein andere YouTuber, 1 zu 1. auch so ein Elektriker mit Brille und manchmal mit Mütze. Danke für deine Videos, hilft mir immer weiter.
@axelbecher · 8 months ago
Genau deshalb hab ich bei euch bestellt, und - ich hab, dank eurer Beratung und eures Service, alles richtig gemacht… danke noch mal
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@firetv-jg9qs · 8 months ago (edited)
Wie immer: Einfach eine gute Aufstellung UND tja, so ein paar eurer Beispiele hätte ich auch versemmelt. <br>Deshalb vielen Dank
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@nasenmike · 1 month ago
top video! <br>auch wichtige Aspekte, Sicherheit..., locker und sympathisch geblieben, ohne beim Inhalt schwammig zu werden! ☝️👍<br>Hab euch erst jetzt entdeckt, vielleicht buchen ich mir mal ne rückwirkende Beratung, äh bzw. Einschätzung einer vorhandenen Anlage. 😂<br>Bei meinem Dad ist viel passiert (alles voll , Fassade, Schuppen ), <br>aber zu Détails is kaum wissen da. <br><br>Ich mach mich in euren Kanal weiterhin schlau. <br>Grüße
@BeatsbyPremebeatz · 6 months ago
Sehr sehr gutes Video! Danke für die Tipps! 👌
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@familiejungblut4253 · 6 months ago
Ser gutes Video, danke sehr ! :)
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@rodeproject2978 · 7 months ago
Thx❤
@midrbn · 7 months ago
Besten Dank
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@jbb6802 · 5 months ago
Hrhr... oute mich als Typ 2 ;) Und glücklich. Mit Balkonkraftwerk angefangen, dann auf 3kW umgerüstet mit zwei 1500er Hoymiles. Einer auf der Garage mit 4 Modulen und Südausrichtung, der zweite auf dem Dach mit zwei Module West und zwei Module Ost (packt der gut, da zwei Strings). Und jetzt noch 2,3kW an die Fassade, wieder zwei Hoymiles (einmal 1500er für die 4 Module der Südseite und ein 800er mit zwei Modulen auf der Ostseite). Speicher über den erwähnten Victron realisiert, da die Anlage nun mal AC gekoppelt ist. Hier hab ich auf dem Gebrauchtmarkt zugeschlagen bei den Wechselrichtern, da die neuen Hoymiles ne Änderung in der Überwachung gebraucht hätten (Thema DTU). "Einmalplanung wurde auch etwas durch die häusliche Kontrollinstanz verhindert ;) Die sah die Notwendigkeit nicht so als gegeben an ;)<br><br>Mag nicht ideal sein, aber da die Module wild über Richtungen und Ausrichtungen verteilt sind, sehe ich hier die Mikrowechselrichter im Vorteil gegenüber einem großen Wechselrichter, sind mit den unterschiedlichen Verschattungszeiten doch schwierig über die nicht so hohe Stringzahl eines "großen" Wechselrichters mit um die 5kW zu realisieren. Der Netzbetreiber hat Schieflast nicht moniert, was aber auch daran liegt, dass ich die einzelnen Wechselrichter auf die 3 Phasen sinnvoll verteilt habe natürlich. Sollten die Wechselrichter mal übern Jordan gehen, hoffe ich die Hoymiles Versionen, die gleich 3 Phasen machen, sind dann in meinem Sinne verfügbar ;) Ansonsten halt nur 1:1 Tausch<br><br><br>Hier geht die Planung natürlich nicht auf Peakleistung, sondern auf Streckung über den Tag. Hängt auch etwas an der Dachflächenverfügbarkeit, die "gute" Seite ist zu verbaut um da groß was zu erreichen. Das Thema wird mich bei E-Auto oder so einholen, da ich nicht wirklich Lösungen mehr sehe um groß mehr Leistung zu bekommen.
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@dominikvonlavante6113 · 4 months ago
Zu Punkt 2 (inkrementale Erweiterung): mit Victron ist das kein Problem.
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@saschabertram8274 · 12 days ago
Ich rüste gerade meinen defekten Senec mit einem Anker-System (mit Powerdock und 4 Solarbanken) nach. Hat Notstrom, maximal 120kWh (wenn ich mal nen Geldscheißet habe)... aber ist schon genial, weil der Powerdock muss installiert werden, danach kann ich die Upgrades selber aufsetzen. Einziges Problem: Musste die Stringplanung selber machen, also 2*13 Module (max 500V je MPPT) gehen auf den bereits vorhandene Wechselrichter, die anderen Pannels werden parallel mit je 3 an einen MPPT gelegt. Ziehe das WE zu den 10 vorhandenen Strings nochmal 10 (in neuen Rohren!) UND ich sichere die mit Überspannungsschutz ab: Gescheiter Kasten für 4 Strings sind ca € 110,- ... LG
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